Eine Middleware-Instanz. Fünf Kunden. Fünf SAP-Business-One-Systeme. Fünf Shopware-Shops. Vollständig isoliert, individuell konfiguriert, zentral administriert.
Was nach einem Wunschtraum klingt, ist die Multi-Tenancy-Architektur von B1ShopConnector – und sie ist einer der Hauptgründe, warum Shopware-Agenturen und Systemintegratoren die Lösung schätzen.
In diesem Artikel erklären wir, wie das Profil-basierte Multi-Tenancy-Konzept funktioniert, welche Vorteile es bietet und für wen es besonders relevant ist.
Multi-Tenancy bedeutet, dass eine einzige Softwareinstanz mehrere voneinander unabhängige Mandanten (Tenants) bedienen kann. In der Welt der ERP-Shop-Integration heißt das konkret:
Eine laufende B1ShopConnector-Instanz kann gleichzeitig:
Dabei sind die Konfigurationen, Daten und Synchronisations-Logs der Mandanten vollständig voneinander isoliert. Kein Datenleck zwischen Kunden, keine gemeinsam genutzten Verbindungen.
Das technische Fundament ist das Profil. Jeder Mandant bekommt ein eigenes JSON-Konfigurationsprofil, das enthält:
Verbindungsdaten
Synchronisations-Konfiguration
Mapping und Customizing
Fehlerbehandlung
Jedes Profil hat seinen eigenen Laufzeitzustand (Runtime): Letzte Sync-Zeitstempel, Fehlerzähler, aktiver/inaktiver Status.
Shopware-Agenturen und SAP-B1-Systemintegratoren, die mehrere Kunden mit ähnlichen Anforderungen betreuen, stehen vor einem wiederkehrenden Problem:
Für jeden Kunden eine eigene Middleware zu entwickeln, zu deployen und zu warten – das multipliziert den Aufwand linear. Ein Bugfix muss fünfmal gemacht werden. Ein Feature-Request muss fünfmal entwickelt werden.
Mit B1ShopConnector:
Das reduziert den laufenden Betriebsaufwand erheblich und macht die Integration als Dienstleistung skalierbar.
Der häufigste Einwand gegen Multi-Tenancy in Integrationen: „Aber jeder unserer Kunden hat individuelle Anforderungen."
Das ist richtig. Und genau dafür ist das Custom-Module-System von B1ShopConnector gedacht.
Custom SQL-Skripte pro Profil
Wenn Kunde A eine andere Produktdatenbankstruktur in SAP B1 hat als Kunde B, bekommt jedes Profil eigene SQL-Abfragen. Der Core-Flow bleibt identisch – nur die Datenbeschaffung ist kundenspezifisch.
Custom Python-Module pro Profil
Komplexere Transformationen (z. B. spezielle Bundle-Auflösungslogik, individuelle Kundenzuordnung, besondere Preisberechnung) werden als Python-Modul pro Profil implementiert. Diese Module werden dynamisch geladen und greifen an definierten Hook-Points in den Standard-Flow ein.
Das Ergebnis: Sie können für zehn Kunden zehn verschiedene Integrationsverhalten konfigurieren – mit einem einzigen, zentralen Codebase.
Multi-Tenancy ist nicht nur für Agenturen relevant. Auch Unternehmen, die mehrere Shopware-Shops betreiben – etwa einen B2B- und einen B2C-Shop, oder Shops für verschiedene Märkte/Sprachen – profitieren.
Typisches Szenario:
Mit zwei Profilen in B1ShopConnector wird das abgebildet, ohne zwei separate Deployment-Instanzen betreiben zu müssen.
Im laufenden Betrieb können alle Profile über die REST-API von B1ShopConnector verwaltet werden:
Für das Monitoring empfehlen wir Sentry – konfigurierbar pro Profil mit eigenem DSN, sodass Fehler eines Kunden direkt dem richtigen Team gemeldet werden.
Multi-Tenancy in B1ShopConnector ist kein Nice-to-have – es ist ein fundamentales Architekturprinzip, das die Lösung für Agenturen und wachsende Unternehmen besonders attraktiv macht. Zentraler Betrieb, individuelle Konfiguration, skalierbare Wartung.
Wenn Sie als Agentur mehrere Kunden mit SAP B1 und Shopware 6 betreuen oder als Unternehmen mehrere Shops verwalten:
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